Linke Politik braucht keine Gewerkschafts-Bonzen

In diesem Artikel möchte ich darlegen, warum linke Politik keinen Schulterschluss mit Gewerkschafts-Bonzen braucht. Mir kam der Gedanke dazu bei der genaueren Betrachtung des Schattenkabinetts von Peer Steinbrück. Hier wurde mit Klaus Wiesehügel eine Gewerkschafts-Bonze als quasi gesetzt nominiert. Da darf man sich doch schon fragen, ob man diesen Mann wirklich am Kabinettstisch braucht.

Die deutschen Gewerkschaften sind organisiert in einer autoritären Struktur. Hier herrscht straffer Zentralismus nach „Lafontaineschem Muster“. Von oben werden Gesinnungs-Kader auf die Posten abgesetzt. Hier zählt keine Intelligenz, keine Qualifikation, sondern nur Linientreue. Besetzt wird nach Religionszugehörigkeit. Dann werden die ArbeiterInnen mit illusorischen Forderungen vollgelogen. Es gibt keine Organisation, die mehr Mitglieder belügt, als die Gewerkschaften. Die Organisationsform und die Tätigkeiten von Gewerkschafts-Kadern sind hierzulande zu einer wahren Farce verkommen. Das erklärt meines Erachtens auch den Rückgang der Mitgliederzahlen, denn die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft bringt den meisten Arbeitern rein gar nichts. Außerdem gibt es keine sinnvolle Forschung von Seiten der Gewerkschaften, weder vom DGB, noch von der Hans-Böckler-Stiftung. Außer Predigen von rassistischer Gesinnung ist hier kaum etwas zu finden.

Alle relevanten Entscheidungen, die Menschen im Arbeitsleben betreffen, können in der Politik auch so gefällt werden. Hier sind auch von Seiten der Gewerkschaften keine sinnvollen Hinweise zu erwarten, denn Gewerkschaften vertreten in erster Linie egoistische Eigeninteressen und eben nicht das Allgemeinwohl. Das heißt die Gewerkschafts-Kader vertreten ihre persönlichen Interessen auf Kosten der Arbeiter und der Allgemeinheit. Gewerkschafts-Kader kann man daher in einer linken Partei nicht gebrauchen, weil sie kein Gespür für die wahren Bedürfnisse der Menschen in unserem Land haben. Das ist auch nicht verwunderlich, denn was soll von in Watte gepackten religiösen Gesinnungsethikern schon Sinnvolles kommen? Gewerkschafts-Funktionäre sind eben vom ihrem finanziellen Einkommen in der oberen Mittelschicht anzusiedeln, deshalb haben sie die Bedürfnisse der sozial Benachteiligten eben auch aus dem Blick verloren.

Gewerkschafts-Kader machen in der Politik nur Ärger, den man nicht braucht. Weitestgehend handelt es sich um Arbeiterverräter, die den Leuten zum Munde reden, aber nicht in ihrem Sinne aktiv werden. Deswegen funktioniert Ersteres auch immer schwieriger. Dabei geht es nur einzig und allein darum, den eigenen Posten zu behalten oder in der „gewerkschaftlichen Räterepublik“ aufzusteigen.

Leute wie Klaus Wiesehügel aus Steinbrücks Schattenkabinett, Armin Schild aus dem SPD-Bundesvorstand oder der DGB-Chef Michael Sommer aus der SPD oder Klaus Ernst, Werner Dreibus oder Michael Schlecht aus der Linkspartei bringen Nichts aber auch gar Nichts in der Politik. Eindimensionale Menschen und autoritäre Persönlichkeiten, die keine andere Forderung vortragen, als Mindestlohn in teilweise illusorischer Höhe. Das verläuft alles nach dem Muster: Vom DGB das Grundeinkommen, in der Politik dann das Urlaubsgeld abholen. Dabei kräftig mit bolschewistischen Methoden Sach- und Fachpolitiker absetzen. Deshalb halte ich es für richtig Gewerkschafts-Kadern zu sagen: Schuster bleib bei deinen Leisten! Sie sollen sich in den Betrieben um Arbeitsschutz, interne Probleme usw. kümmern, anstatt nur verlogene Ideologie zu verbreiten. Unvereinbarkeitsbeschlüsse können hier eine sinnvolle Lösung sein.

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