Wie ein torkelnder Truthahn vor der Weltöffentlichkeit in einen Gasherd marschieren will

Es gibt die menschliche Würde und Handlungsfreiheit für Jedermann als Grundrecht in der Charta der Menschenrechte. Selbst ein wichtiger Mensch, den einige bereits als einen torkelnden Truthahn ansehen, um nicht zu sagen als einen „lame duck“ hat diese Rechte. Sie seien ihm unbenommen.

Wir alle wissen, jeder torkelnde Truthahn hat einen anständigen Gasherd verdient, insbesondere wenn er selbst hineinspazieren will, damit wir ihn später verspeisen können. Wir finden dieses Vorhaben dieses Truthahns irgendwie interessant.

Der Truthahn, von dem wir hier reden ist nun so wichtig, dass fast Jeder auf der Welt bereit ist, diesem Truthahn für sein Vorhaben einen anständigen Gasherd zur Verfügung zu stellen.

Aber muss man denn, bis das Fleisch gar ist, in der Nähe eines Gasherdes überhaupt stehen, wenn man das Feuer erstmal entflammt hat oder wird das Fleisch nach einiger Zeit nicht selbst gar, wenn man ab und zu mal einen Blick danach wirft und vielleicht die Kamera laufen lässt, nicht zuletzt damit Freunde des Truthahns später ein Andenken von dieser waghalsigen Aktion bekommen?

Letztlich ist es doch der Truthahn, der in den Gasherd hineinspazieren will. Und wir sind es, die so etwas beobachten wollen und das auch sollen. Es ist nun ein besonderer Truthahn, der uns alle entzückt mit seiner Madman-Theory, kurz vor dem natürlichen Ableben vor den Augen der Weltöffentlichkeit mit viel Tamtam in einen Gasherd marschieren zu wollen.

Ich dachte zuerst: Wer als Küchenmeister weiß, wie man seine Küche im Vorzimmer mit Bio-Reiniger sauber hält und dazu noch weiß, wie man den Gasherd zum Kochen und Garen eines Truthahns entfacht, der muss sich doch im Grunde gar nicht mehr mit dem Backen von kleinen Plätzchen beschäftigen, für die das Rezept doch recht aufwendig ist, auch wenn die Versuchung recht hoch erscheint. Und wir haben Sauberkeitsregeln mit dem Küchenmeister vereinbart.

Und der Truthahn wollte sich nicht nur darüber hinwegsetzen, sondern noch Kapital für eine Plätzchen-Bäckerei investieren, bevor er als Madman-Theoretiker in Andenken an Vietnam selbst in einen Gasherd marschiert.

Und im Grunde ist die gesamte Welt sich einig, dass es bei diesem Truthahn auch kein Biogas sein muss. Selbst recht linientreue grüne Politiker würden bei diesem Truthahn eine Ausnahme machen. Und für den Küchenmeister wäre das trotzdem halal.

Ein intelligenter Mann wie etwa Boris Johnson würde doch niemals so draufgängerisch sein, zusammen mit einem wild gewordenen, grenzdebilen Truthahn in einen Gasherd zu marschieren und hat sich deshalb sogar aus unserer Gaffer-Gemeinschaft entfernt, um ein Zeichen zu setzen und scheint vegan Leben zu wollen.

Ich würde glatt sagen, wir lassen den Truthahn allein in einen Gasherd marschieren und machen für ihn von außen auch gerne die Ofenklappe zu, wo wir ihm doch schon den Gasherd mit organisiert haben. So zuvorkommend sind wir zu guten Freunden. Wenn Boris Johnson wieder Fleisch mag, dann kann er gern etwas von dem Eingefrorenen nehmen, bevor wir alle zusammen mit den Russen einen Brei für den Nachtisch anrühren.

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